Behandlung Spinalkanalstenose

Neue Materialien und minimal-invasives Verfahren meist ohne offene Operation möglich

Die minimal-invasive ambulante Behandlung des Engpass – Syndroms (Spinalkanalstenose) der Lendenwirbelsäule.

[quote]Eine degenerativ bedingte Einengung von Nervenwurzeln und des Rückenmarkschlauches, die sog. symptomatische degenerative Spinalkanalstenose ist die am schnellsten zunehmende Wirbelsäulen – Erkrankung bei Patienten über 65 Jahre, die operativ behandelt werden muss.[/quote]

Diese Einengung kann durch Verdickung der Bänder oder durch knöcherne Auswulste bedingt sein.
Typische Beschwerden sind zunehmende Schmerzen in einem / beiden Beinen beim Gehen. Im Allgemeinen geht die schmerzfreie Gehstrecke innerhalb von wenigen Monaten zurück, bis ein schmerzfreies Gehen nicht mehr möglich ist.

Nach Ausschluss anderer Ursachen (vor allem Durchblutungsstörungen) liegt die Ursache meist bei der Spinalkanalstenose.
Typisch ist bei den ersten Stadien dieser Erkrankung, dass beim Vorbeugen des Rumpfes oder im Sitzen diese Beschwerden sich mildern oder nicht vorhanden sind.
Dann spricht man von einer dynamischen Stenose.
Gerade bei diesen Patienten gibt es seit 2003 eine ambulante minimal-invasive Therapie, die in 80% der Betroffenen eine Erleichterung oder eine komplette Beschwerdefreiheit ergibt. Dabei wird unter Kurznarkose oder Lokalanästhesie ambulant ein sog. Spacer, d.h. ein Abstandshalter von hinter zwischen die Dornfortsätze der Wirbelsäule geschoben, und damit indirekt die Nerven entlastet.

Bei einem sehr niedrigen Op – Risiko sind die Heilungsaussichten in den letzten Jahren deutlich verbessert worden, da sich die Materialien verbessert haben. Am Anfang wurden noch Metalle oder Plastik eingesetzt, was früher oder später zu Ermüdungsbrüchen der Knochens oder Einbrüchen in den Knochen geführt hat.
Neue Entwicklungen haben dieses Problem behoben, indem nun Hydrogel, d.h. gummiartige Materialien, die Wasser aufnehmen und anschellen, implantiert werden.
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Abb. 1 Minimal-invasives Einbringen des Spacer in geschlossenem Zustand
Abb. 2 Aufquellen des Spacers mit Entfaltung zwischen den Dornfortsätzen
Abb. 3 Klinisches Beispiel mit Aufweitung der Engstelle

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Diese führen in biomechanischen Studien nach bisherigen Ergebnissen zu keiner Überlastung des Knochens bei gleichem Op – Ergebnis.

Wir wenden zur Zeit ausschließlich dieses Material bei allen unseren Patienten an.
Durch den ambulanten Eingriff kann in den überwiegenden Fällen eine offene Operation mit Dekompression vermieden werden. Falls es doch zu einem solchen Eingriff kommen sollte, empfehlen wir zur Verbesserung des Resultates den Einsatz von Vernarbungsschutz-Massnahmen:
Chronische Rückenschmerzen nach Wirbelsäulenoperationen 

Siehe auch Artikel
 Was ist Wirbelkanalstenose?

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