Chiropraktik

der Fachbereich im Überblick

Chiropraktik leitet sich aus dem Griechischen ab („cheiros“ = “Hand” und „praktos“ = “getan”) und bedeutet “von Hand getan” oder “Manipulation geben”. Bereits im alten Ägypten praktizierte man eine Art von Rückenmanipulation, aber Begründer der Rückenkorrektur-Therapien moderner Zeit war D.D. Palmer.

Chiropraktoren behandeln mechanische Probleme an Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern sowie die Auswirkungen, die diese Probleme auf die Funktion des Nervensystems haben können. Obwohl alle Gelenke des Körpers chiropraktisch behandelt werden können, liegt der Schwerpunkt auf den Gelenken der Wirbelsäule.

Als häufigste Symptome sind zu nennen:

  • Schmerzen im Bereich der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule mit oder ohne Ausstrahlungen in  Arme und Beine
  • Nackenschmerzen, Muskelverspannungen im Schulter-, Halsbereich, Folgezustände von Distorsionen der Halswirbelsäule (sogenannte Schleudertraumen)
  • Intercostalneuralgien und -myalgien (Schmerzen im Bereich der Rippen), Ischialgien, Lumbago (Hexenschuss) sowie bestimmte Formen von Bandscheibenvorfällen oder -protrusionen

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Wenn Gelenke ihre normale Beweglichkeit verloren haben (blockiert oder hypomobil sind), können Chiropraktoren durch gezielte Impulse helfen, die normale Beweglichkeit wiederherzustellen. Dadurch kann in vielen Fällen die Funktion von benachbartem Nervengewebe optimiert und so die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers gefördert werden.
Mit neuromuskulären und anderen Behandlungstechniken kann der Chiropraktor außerdem Verspannungen an Muskeln, Sehnen und Bändern behandeln.
Sowohl durch die Behandlung als auch eine entsprechende Beratung kommt der Chiropraktik außerdem eine große Rolle bei der Prävention mechanisch bedingter Gesundheitsprobleme zu.
Ein Chiropraktor muss über eine qualifizierte Ausbildung und viel Erfahrung verfügen, um seine Patienten sicher und effektiv behandeln und betreuen zu können. Und er muss seine Grenzen kennen. Kurse von wenigen Tagen oder Wochen können allenfalls einen kleinen Einblick in einige technische Aspekte der Arbeit vermitteln. Ausreichende Kenntnisse, um den Beruf des Chiropraktors seriös auszuüben, können so keinesfalls vermittelt werden.

Durch einen qualifizierten Chiropraktor ausgeführt, bietet die Chiropraktik eine ausgesprochen risikoarme Behandlungsmöglichkeit von Erkrankungen biomechanischen Ursprungs.

Die chiropraktischen Behandlungen erzielen die besten Ergebnisse, wenn sie mit diversen Vor- und Nachbehandlungen kombiniert werden: Nach einer umfangreichen Anamnese des Patienten kommt häufig die Medi Mouse (Wirbelsäulenscan) zum Einsatz. Ergänzend zur chiropraktischen Behandlung empfehlen sich je nach Symptom: Kinesio Tapes, Heilmassagen, Orthospine Extensionsliege, aber auch Physiotherapie, Podologie oder verschiedene schulmedizinische Behandlungen durch Fachärzte. Daher hat die Chiropraktik besonders viele Schnittstellen mit anderen Fachbereichen und Verknüpfungen zu anderen Spezialisten.


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Lesen Sie hier mehr:

  • HWS-Techniken

    Es handelt sich hierbei um praxisbewährte Top-Methoden, bei denen die Halswirbelsäule in Bauchlage, Rückenlage und Sitzposition justiert wird. Durch gezielte chiropraktische Ausbildung sind diese Techniken absolut risikoarm für den Patienten.

  • Thompson Terminal Point

    Das Prinzip der Terminal Point Technik beruht einerseits auf der exakten Lokalisation des zu justierenden Bereiches, und andererseits auf der Drop Technik des Instrumenten-Tisches. Die Justierung erfolgt vollständig und schonend – rein durch die kinetische Energie, die durch einen gezielten Impuls des Chiropraktikers erzeugt wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Thompson Technik ist die Methode, die verwendet wird, um eine Ungleichheit in der Länge der Beine festzustellen. Das “Bein-Längen-System” basiert auf der frühen Arbeit von Dr. Derifield aus Detroit, Michigan. Eine neurologische Ungleichheit beeinflusst die Muskulatur der Beine, sodass es scheint, als hätte man ein kürzeres Bein.

  • Flexion/ Distraction

    Flexion/ Distraction ist eine Therapie, die zur Behebung von Bandscheibenbeschwerden entwickelt wurde. Mittlerweile wird sie auch erfolgreich zur allgemeinen Behandlung von Rückenbeschwerden und den häufig damit verbundenen Schmerzen in angrenzenden Körperteilen, wie den Beinen oder im Kopfbereich angewendet. Die Technik wurde seit den frühen siebziger Jahren maßgeblich durch den amerikanischen Arzt Dr. James M. Cox weiterentwickelt. Flexion/ Distraction vereint chiropraktische und osteopathische Grundregeln und gilt als sanfte, aber dennoch sehr effektive Technik, die in zahlreichen Fällen eine Alternative zu operativen Eingriffen darstellt.

  • Koren Specific Technique

    Der wohl berühmteste amerikanische Chiropraktiker Tedd Koren hat diese unglaublich sanfte Behandlungsweise in den letzten Jahren entwickelt – und sie entwickelt sich noch immer weiter. Die Diagnose beruht auf einem Reflex, der über den Hinterkopf abgefragt wird. Behandelt wird mit dem sogenannten Arthrostim, einem chiropraktischen Werkzeug, mit dem man alle Knochen, Gelenke, Nervenpunkte – ja sogar Organe – auf sehr sanfte und nachhaltige Weise justieren kann. Eingesetzt wird diese Methode einerseits um strukturelle Veränderungen des Körpers zu therapieren, aber auch um psychische oder physische Traumata, die den Körper noch belasten, aufzulösen. Die Einsatzgebiete sind nahezu unbegrenzt und hängen primär vom Können und der Erfahrung des Therapeuten ab.