Frau Dr. Brozman klärt einige Irrtümer zu Botox (botulinum toxin) Behandlungen auf und demonstriert mit einer Live-Behandlung einer Patientin wie es funktioniert und worauf es ankommt

 

[column size=“1/2″]Das VIDEO  zeigt, dass eine Botoxbehandlung weder schmerzhaft, noch gefährlich ist.
Viele Menschen haben Angst vor botulinum toxin (Botox genannt), weil sie dieses Produkt als „Gift“ sehen. Dabei ist es ein Arzneimittel wie jedes andere, wobei botulinum toxin aus zwei Strängen besteht, die auch Aminosäuren enthalten und die Mengen, die in der ästhetischen Medizin verabreicht werden sind 100, 200 oder maximal 500 Einheiten. Erst 72.000 Einheiten wären eine tödliche Dosis.
Man kann also botulinum toxin (Botox) als ein sehr sicheres und unbedenkliches Produkt zur Anwendung sehen.

Was bewirkt botulinum toxin – wofür wird es angewendet?

  • Reduzierung der Zornfalten (Glabella Falten) – wie im Film gezeigt
  • Falten an der Stirn
  • bei „Krähenfüssen an den Augen
  • Nasenfalten
  • Zahnfleischschlachen
  • zur Nasenspitzenhebung
  • Fältchen um den Mund
  • für das Anheben der Mundwinkel
  • gegen Orangenhaut am Kinn

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[column size=“1/2 last“][box title=“Was ist Botox?“ icon=“info“]

Botulinim toxin ist ein Produkt der Bakterie Clostridium Botulinum. Für ästhetische Zwecke wird das botulinum toxin vom Typ A und B verwendet. Andere Typen wie C, E, F und G sind zwar bekannt, werden aber in der Humanmedizin nicht verwendet.

Derzeit gibt es am medizinischen Markt fünf verschiedene Produkte

  • Botox
  • Dysport
  • Vistabel
  • Boccotoure
  • Myoblock

Für ästhetische Zwecke wird das botilinum toxin zur Reduktion der Mimik, zur Hautstaffung, oder zur Reduktion der Schweissbildung verwendet.

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Für die Reduktion der Mimik wird das botulinum toxin intramuskulär mittels Injektionen verabreicht, wobei das botulinum toxin die Weiterleitung der Impulse zur Muskelkontraktion durch Nerven in den Muskel ausschaltet. Dieser Effekt stellt sich nach ungefähr zwei Wochen ein und hält 3 – 4 Monate.
Um Hautstraffung der unteren Gesichtshälfte zu erzielen wird das botulinum toxin in die Nackenmuskulatur, genannt platysma, und in den Kaumuskel, genannt masseter, injiziert.

Viele Menschen glauben, dass das botulinum toxin unter die Falten gespritzt wird, was nicht richtig ist.[pullquote align=“right“]Ich möchte im Besonderen darauf hinweisen, das botulinum toxin auch als Vorsorge für statische, tiefe Falten verwendet wird und es kann bedenkenlos auch an jungen Menschen angewandt werden.[/pullquote]
Um den gewünschten Effekt zu erzielen muss der Facharzt die entsprechenden Muskeln entspannen um die Falten zu glätten. Dabei ist es, um gute und sichere Resultate zu erzielen natürlich sehr wichtig, das der Facharzt genaue Kenntnisse der entsprechenden Anatonie hat.

Bekomme ich ein Maskenhaftes Gesicht mit Botox?

botox-anwendung-stirnEine weitere Angst, die viele Menschen haben, ist die Angst vor dem „maskenhaften“ Gesicht nach der Applikation von botulinum toxin. Dieses Problem hängt von der Menge des verabreichten Mittels ab. Ein guter Facharzt kann die Menge so dosieren, dass das Gesicht der Patientin auch weiterhin natürlich aussieht und es kaum jemand bemerkt.

Meine jüngste Patientin ist 18 und meine älteste Patientin 76 Jahre alt.

Gibt es Nebenwirkungen bei Botox Behandlungen?

Alle Nebenwirkungen dieser Behandlungen sind reversibel und dauern nicht länger als 2 – 3 Wochen. Um möglichen Nebenwirkungen vorzubeugen ist es für die Patientin wichtig sich einen Facharzt mit entsprechender Spezialisierung auzusuchen und seine Anweisungen genau zu befolgen.

Geschichtlicher Hintergrund – seit wann gibt es Botox?

Der weltweit erste Arzt, der bereits im 18. Jahrhundert die mögliche therapeutische Anwendung von botulinum toxinum vorhergesagt hat, war der Deutsche Justinius Kerner. Am Menschen wurde botulinum toxin das erste Mal im Jahr 1980 vom amerikanischen Arzt Dr. Alan Scott verwendet.
Seitdem wird botulinum toxin in verschiedenen Bereichen der Medizin verwendet, unter anderem bei der Behandlung vom Schielen, oder Spasmen bei Kindern was eindeutig beweisst, das botulinum toxin ein bewährtes und sicheres Produkt in den Händen eines Facharztes ist.

Im Jahr 1994 entdeckten englische Ärzte die schweissmindernde Wirkung vom botulinum toxin.
Es wird meisstend unter den Armen, bei den Handflächen und bei lokaler starker Schweissbildung – zum Beispiel an der Stirn, in den Haaren, auf der Brust, oder am Rücken – verwendet. An diesen Stellen wird das botulinum toxin intradermal injiziert und es beeinträchtigt die cholinergiche autonome Neurone, was die Schweissbildung an diesen Stellen vermindert.