Menstruation und Wechseljahre

Menstruationsbeschwerden & Wechseljahre plagen fast jede Frau. Da es sich meist nicht um Krankheiten an sich handelt, gibt es im nicht pharmakologischen Bereich zahlreiche Behandlungsmethoden, die der Frau das verlorene Gleichgewicht zurückgeben.

Keine Krankheit und doch für manche Frau sehr beschwerlich

Es wird angenommen, dass ca. 75% der Frauen im gebärfähigen Alter von Menstruationsbeschwerden betroffen sind, wobei ungefähr zehn Prozent sogar so stark leiden, dass sie zeitweise arbeitsunfähig sind.

Ca. 70% der Frauen berichten über Probleme im Klimakterium (= Wechseljahre).

Als Wechseljahre bezeichnet man die 10-15 Jahre um die  Menopause (= letzte Regelblutung) herum, was zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr der Fall sein kann. Ein Drittel der Frauen leidet unter den Symptomen so, dass sie behandlungsbedürftig sind.

In beiden Fällen kann man nicht von Krankheiten, sondern eher von Symptomkomplexen (= mehrere Probleme gleichzeitig) sprechen. Die Art der Beschwerden rund um die Monatsblutung sind so vielfältig wie ihre Ursachen:
Vom Ausbleiben der Blutung in jungen Jahren bis nicht endender Blutung, Schmerzen im Bauch, Rücken oder ganzen Körper in Form von Attacken („Koliken“) oder auch tagelang anhaltend, Stimmungsschwankungen, Schwellungen, selbst Migräne auslösend können sie sein. Am häufigsten treten das Prämenstruelle Syndrom (prämenstruell = vor der Regelblutung) sowie die Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) auf.

In der Zeit der Wechseljahre sind die Probleme ebenfalls vielfältig. Obwohl es sich um einen ganz natürlichen Prozess handelt, dass der Hormonspiegel mit zunehmenden Alter sinkt, leiden viele Frauen und – worauf in jüngster Zeit vermehrt hingewiesen wird – auch manche Männer während oder nach dieser Umstellungsphase an verschiedenen Symptomen: Hitzewallungen, Abgeschlagenheit, Depression, Libidoverlust (= sexuelle Unlust), Konzentrationsstörungen, Schwindel. Da ein niedrigerer Hormonspiegel gar kein „Mangel“ sein muss, ist dieser auch nicht per se als Ursache zu bezeichnen.

Bei diesen beiden Problemfeldern mit den hormonellen Zyklen (des Monats oder des Lebens) ist etwas Gemeinsames auffällig:
a) recht häufig sind sie therapeutisch/medizinisch unterversorgt, d.h. sie werden nicht wirklich behandelt, sondern als „Gehört-zum-Leben-(der Frau)-dazu“ gesehen oder aber auch
b) auf der anderen Seite nicht selten medizinisch übertherapiert, insofern als Frauen Hormone nehmen, von denen bekannt ist, dass sie kurz- aber auch langfristig enorme Nebenwirkungen haben können, andere viel sanftere und u.U. völlig hinreichende Methoden aber gar nicht erst ausprobiert wurden.

Gerade weil die möglichen Ursachen für die sogenannten Frauenleiden so vielfältig sind, ist auch die Palette an Maßnahmen im nicht pharmakologischen Bereich riesig.

Vor jeder Anwendung ist es absolut wichtig gynäkologisch abzuklären, dass keine schwere organische Erkrankung vorliegt, welche die Beschwerden hervorruft und evtl. einen Eingriff erforderlich macht. Zu bewährten Maßnahmen zählen dann: Wärmeanwendungen, Massagen, Kräuter, Homöopathie, Psychotherapien, Entspannungstechniken, Methoden der traditionellen chinesischen Medizin – um nur einige zu nennen. Bei fast jeder Methode geht es darum, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen – meistens über die Beeinflussung des sogenannten Vegetativums (= das unbewusste Nervensystem, das u.a. die Organe steuert) und damit auch der Hormonregulation.

Menstruation und Wechseljahre

Comments (2)

  1. hallo ich w 31 jahre alt leide sher an menastrationsschmerzen,aber nichts hilft,habe schon sehr viele medikamenten aus probiert,aber nichts hilft.was soll ich noch tun!

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