Das auf Anregung vom Sporttraumatologen Priv. Doz. Dr. Nau entwickelte Prehabilitations-Konzept SIP steht für „Sport Injury Prehabilitation“ = „Sportverletzungs-Prehabilitation“ und zielt darauf ab, die Risikobereiche des Einzelnen aufzuspüren, um schon im Vorfeld oder ins Training integriert durch gezielte Maßnahmen, Verletzungen und Überlastungen vorzubeugen.

SIP – der Ablauf

An erster Stelle steht das Anamnese-Gespräch mit dem Sporttraumatologen zur Eingrenzung der möglichen Problembereiche. Dabei interessiert die Vorgeschichte (frühere Verletzungen, Operationen, Erkrankungen) ebenso wie die bisherige körperliche Aktivität, berufliche Tätigkeit und natürlich nicht zuletzt Ambitionen und Ziele beim Sport.

Weiterer Baustein des SIP-Konzeptes ist dann die körperliche Untersuchung mit diversen Tests zur Einschätzung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination.

Je nach Ergebnis und in Abhängigkeit von den speziellen Anforderungen der Sportart ist es dann ggfs. sinnvoll mittels bildgebender Verfahren oder z.B. auch mittels einer Funktionsuntersuchung wie dem Wirbelsäulen-Scan, bestimmte Risikoregionen näher zu betrachten.

Nach der Risikoeinstufung wird ein Plan über die vorbeugenden bzw. ausgleichenden Maßnahmen erstellt.

Mögliche Maßnahmen, die dann ergriffen werden können, sind z.B.:

  • manualtherapeutische oder chiropraktische Lösungstechniken zur Wiedergewinnung der optimalen Statik
  • Dehnungs-, Kraft- und/oder Koordinationsübungen, die speziell ins Training integriert werden können
  • u.U. kann es hilfreich sein mittels elastischen Bandagen oder durch das Anlegen von Meditapes die Belastbarkeit des Bewegungsapparates zu erhöhen
  • auch podologisch speziell angepasste Fuß-Bettungen können den Körper auf ganz besondere Weise unterstützen
  • mit einer Leistungsdiagnostik (mit Laktatmessung) ist sowohl für den Anfänger als auch für den aktiven Sportler der optimale Trainingsbereich zu ermitteln. Damit gelingt es die Grundausdauer (die Basis jeder Sportart!) zu erhöhen.