Was verbindet Medizin, Chiropraktik, Podologie, Physiotherapie – und wie profitiert der Patient durch deren Zusammenarbeit?

Der Körper ist eine Einheit, ein Ganzes, ein in sich perfektes System!

Schon kleinste Fehlfunktionen können den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und eine Kettenreaktion an Problemen auslösen.

Bei jeder Störung (Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen) muss herausgefunden werden, wo die Ursache der Problematik liegt. Um abzuklären, ob dort, wo die Beschwerden sind, u.U. etwas defekt ist (Riss, Verschleiß, Entzündung, etc.) muss vor Ort untersucht werden. Dies geschieht je nach Vermutung mittels bildgebendem Verfahren (Röntgen, Ultraschall, etc.), Laboruntersuchung oder auch mittels Tast- oder Bewegungsuntersuchung. Es ist jedoch nicht selten, dass an der Stelle der Symptome nichts zu finden ist. Dann muss weiter nach der Ursache geforscht werden. Was könnte dahinter stecken?

Medizin, Chiropraktik, Podologie, Physiotherapie. – Wie profitiert der Patient durch deren Zusammenarbeit?
Sehen Sie hier ein interessantes Video woher Rückenschmerzen kommen und was man dagegen tun kann.
Meist sind die Auslöser für den Patienten unklar.

Hier ist dann eine intensive Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen bzw. therapeutischen Berufsgruppen wichtig.

Wir wollen dies anhand eines Beispiels veranschaulichen:

Eine Patientin wird von einem Facharzt an einen Chiropraktiker zugewiesen mit der Diagnose: Subluxation (=Teilverschiebung) eines Wirbels in der unteren Halswirbelsäule und starke Verspannungen der Schultermuskulatur.

Der Chiropraktiker adjustiert (= positioniert) den betreffenden Wirbel – die Patientin kann darauf hin den Arm wieder schmerzfrei in alle Richtungen bewegen. Sie berichtet jedoch, dass diese Beschwerden in den letzten Jahren immer wieder auftreten und sie deswegen schon oft beim Chiropraktiker war.

Weiter empfohlen zum Physiotherapeuten zwecks Erstellung eines Gelenk- und Muskelzusammenspiels stellt sich heraus, dass sich das Problem offensichtlich immer wieder von unten nach oben aufbaut. Muskelmobilisationsübungen verschaffen ihr zwar kurzfristig Erleichterung, aber der Körper baut immer wieder Spannung über die Rückenmuskeln zum Hals hin auf.

Auffällig ist, dass sich das linke Großzehengrundgelenk nur unter Schmerzen bewegen lässt, weshalb eine podologische Untersuchung des gesamten Körpers unter Einbeziehung von Haltung und Bewegung durchgeführt wird. Daraufhin fertigt der Podologe eine individuell auf die Patientin zugeschnittene Therapiebettung an, die zu einer Belastungsveränderung und einem Training der Fuß- und Beinmuskeln führt. Seit dem Tragen der Bettungen und mit mäßiger aber regelmäßiger Durchführung der Ausgleichsübungen kommt es nicht mehr zu den Verspannungen der Rumpfmuskeln und so ist der betreffende Wirbel stabil und bleibt in seiner vorgesehenen Position.

Das akute Beschwerdebild wurde damit – über die erleichternde und kurzfristige Schmerzbefreiung hinaus –  auf seine Entstehung hin angegangen: so muss Medizin im 21. Jahrhundert aussehen!